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02.08.2021

VON STEFAN FREYE

Seit ein paar Wochen arbeitet das Trio nun zusammen, und der Start kann sich wirklich sehen lassen. Denn Jürgen Brandt, Jens Ahlers und Holger Meyer gewannen mit den Fußballern des SC Borgfeld stolze zehn Punkte in vier Bezirksligapartien. Sie belegen jetzt den dritten Rang mit ihrem neuen Team. „Und es wäre schön, wenn wir auch am Ende oben wären“, sagt Jürgen Brandt.

Er kennt den Verein gut. Gemeinsam mit Jens Ahlers war Brandt bereits vor rund zehn Jahren als Jugendtrainer beim SC Borgfeld eingestiegen, ehe das Duo die vergangenen Jahre beim FC Oberneuland verbracht hatte. Als sich Ende des vergangenen Jahres die Trennung vom SC Borgfeld und Herren-Coach Thomas Altmaier abzeichnete, kam der Verein also auf seinen ehemaligen Nachwuchscoach zu. „Aber allein mache ich das nicht“, gab Jürgen Brandt zurück – und so wurde die Idee vom Trainerteam geboren. Dass sich neben seinem Kollegen Jens Ahlers weiterhin auch Holger Meyer im Team befindet, erleichtert die Sache natürlich. Der langjährige Cotrainer (Brandt: „Bekannt wie ein bunter Hund“) kennt die Abläufe, bringt also eine Menge interner Erfahrungen mit.

„Für mich ist jetzt das Wichtigste, dass wir drei zusammen klarkommen“, sagt Brandt über die Zeit seit dem Start des Trios im Januar. Mit der neuen Bankbesetzung gewann der SC Borgfeld die Spiele gegen Victoria (7:1), die SV Hemelingen (3:2) sowie Union 60 II (3:1) und trennte sich unentschieden von Eintracht Aumund (4:4). Viel besser geht es eigentlich nicht. Jürgen Brandt erinnert sich allerdings noch gut, dass zum ein oder anderen Erfolg auch etwas Glück gehörte. „Vieles hängt von der Tagesform ab“, sagt Brandt. Eine Prognose für die kommenden Monate möchte er deshalb nicht abgeben. Der TSV Grolland (46 Punkte) erscheint ihm mittlerweile allerdings auf einem sehr guten Weg. Dahinter sieht der SC-Coach den BSC Hastedt (41), seine Mannschaft (40), Tura Bremen (39), den SC Vahr-Blockdiek (37) und auch die SAV II (35) als Anwärter auf den zweiten Aufstiegsplatz.

In Borgfeld haben sie allerdings den Vorteil, dass niemand im Verein den Gang in die Landesliga als zwingend ansieht. „Wir haben keinen Druck, den machen wir uns eher selbst“, sagt Jürgen Brandt. Weil die Erwartungshaltung innerhalb der Mannschaft mittlerweile gestiegen ist, müsse man schon „aufpassen, dass sie nicht verkrampfend wirkt“. Trotzdem: In Borgfeld leben sie derzeit in einer ziemlich heilen Fußballwelt. Allerdings ist Jürgen Brandt auch klar, dass es so nicht bleiben wird: „Vier, fünf Jahre in der Bezirksliga können wir uns auch nicht mehr erlauben.“

Denn eines dürfte angesichts des beachtlichen Unterbaus feststehen: Der SC Borgfeld hat Potenzial, er ist eine Art schlafender Riese. Der Verein verfügt derzeit schließlich über zwei, drei Teams in jeder Altersklasse, Nachwuchssorgen hat er nicht. „Was vor zehn Jahren begann, kommt jetzt langsam an“, sagt Jürgen Brandt. Als er damals mit Jens Ahlers seine Arbeit mit den Borgfelder Jungs aufnahm, war die rege Bautätigkeit in diesem Stadtteil gerade erst richtig in Gang gekommen. Mittlerweile sind Dutzende Einfamilienhäuser hinzugekommen – und mit ihnen potenzielle Kicker für den SCB. 

Es sei auch durchaus „Wunsch des Vereins“, mittelfristig die höheren Spielklassen anzupeilen. „Zunächst in die Landesliga, und wenn alles gut läuft, auch in die Bremen-Liga“, sagt Jürgen Brandt. Einen festen Plan gäbe es aber nicht, und deshalb sei eben auch noch kein Druck entstanden. Mit Markus Wagner und Malte Schmidt konnten Brandt und seine Kollegen zuletzt jedenfalls schon zwei Spieler einbauen, die eigentlich noch in der Jugend spielberechtigt wären. So soll es weitergehen mit dem SC Borgfeld. Jürgen Brandt: „Und wenn es in diesem Jahr nicht klappt, würde der Ärger nicht lang anhalten – dann versuchen wir es eben in der nächsten Saison.“ 

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Weser-Kurier Seite: 26 Datum: 06.03.2014

 
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