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02.08.2021

Wirtschaftsexperte will zusammen mit OHB-Sprecher Günther Hörbst ein Netzwerk für den Verein aufbauen
Es sei eine schöne Aufgabe, die Popularität des SC Borgfeld weit über die Landesgrenzen hinauszutragen. Das erklärt Wirtschaftsexperte Rudolf Hickel kurz nach der Jahreshauptversammlung der Wümme-Kicker. „Fußball beginnt nicht im Weserstadion. Fußball beginnt vor Ort“, so der Wirtschaftswissenschaftler zu seiner Motivation, sich zukünftig für den Verein in seinem Stadtteil zu engagieren. Nach innen sei der SC Borgfeld exzellent aufgestellt. „Was jetzt gebraucht wird, ist fundierte Lobbyarbeit nach außen“, sagt der Profi-Netzwerker und verweist auf eine Studie, die er vor vielen Jahren erstellt hat. Darin geht es um den Wertschöpfungsbeitrag durch den Breitensport, also darum, „wie unsere Gesellschaft vom Vereinssport profitiert.“ Vereine haben eine hohe soziale und integrative Funktion, so das Fazit. Deshalb wolle er sich gerne „jetzt und hier“ engagieren, sagt der Borgfelder.

Zukünftig will der Vereinsvorstand des SC Borgfeld einen Beirat im Verein einrichten. Deren Mitglieder sollen den Club mit besonderen Fachkenntnissen auf den Gebieten der Öffentlichkeitsarbeit, des Breitensports, des medialen Auftritts sowie in den Bereichen Wirtschafts- und Finanzwesen unterstützen. Einer der weiteren Mitwirkenden ist Günther Hörbst. Der Kommunikationsleiter des Luft- und Raumwartunternehmens OHB ist Initiator der Beratungsmannschaft für den Vereinsvorstand. Genauso wie Spieler Tjark Schaper. Zurzeit werde an einer Satzung für den Beirat gearbeitet, erklärt Vereinssprecher Dirk-Jochen Beckmann. Der SC Borgfeld verspricht sich durch die prominente Verstärkung bessere Kontakte in der Wirtschaft und der Politik sowie zum Bremer Sozialressort. Projekte, die bislang stets gescheitert seien, wie beispielsweise der Ausbau der Zuwegung vom Hamfhofsweg zum Wümme-Stadion, könnten so vielleicht leichter auf den Weg gebracht werden, hofft Beckmann.

Der Verein sei entgegen des allgemeinen Trends auch im vergangenen Jahr von rund 800 Mitgliedern auf rund 880 gewachsen. Fünf von 37 Mannschaften sind in dieser Zeit aufgestiegen. Die erste B-Jugend spielt inzwischen in der Bundesliga, die zweite in der Verbandsliga. Die erste A-Jugend ist in die Regionalliga aufgestiegen. Die Erste Herren spielt inzwischen in der Bremen-Liga, die zweite Mannschaft in der Bezirksliga. Die Kosten seien damit gestiegen, erklärt der Vereinssprecher, sodass neue Sponsoring-Konzepte erarbeitet werden mussten. Marketingprofi Michael Thieves und Trainerin Ulrike Kehlenbeck zeichnen für die laufenden Sponsoringprojekte verantwortlich. Sie seien froh darüber, unter anderem mit OHB und dem Bremer Catering Service der Bührmann-Gruppe verlässliche Partner gefunden zu haben, teilt Beckmann mit.

Kassenwart Axel Köhnken präsentierte auf der Jahreshauptversammlung einen ausgeglichenen Haushalt. Ein Überschuss von 17 000 Euro soll im laufenden Geschäftsjahr in eine LED-Flutlichtanlage reinvestiert werden. 40 bis 50 Prozent an Stromkosten sollen so eingespart werden, hofft Beckmann. Außerdem plant der Verein einen Kunstrasenplatz.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 1 Datum: 25.03.2019

 
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