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05.12.2019
Höhere Beiträge für Kunstrasen
SC Borgfeld hat im nächsten Jahr viel vor – zur Saison 2020/21 soll der neue Platz fertig sein

Von Johannes Kessels

Der SC Borgfeld wird im nächsten Jahr einen neuen Kunstrasenplatz bauen und sein Flutlicht auf Leuchtdioden (LED) umstellen. Dafür soll der Beitrag um zwei Euro im Monat erhöht werden. Das beschloss jetzt eine Jahreshauptversammlung, die nur ein halbes Jahr nach der vorigen Jahreshauptversammlung stattfand. Gut 40 Mitglieder hatten sich in der Wümme Sport Lounge eingefunden.

Der Vorsitzende Thomas Kaessler erklärte, vor einem halben Jahr habe man beschlossen, dass das Geschäftsjahr nicht mehr dem Kalenderjahr entsprechen, sondern vom 1. Juli bis zum 30. Juni laufen solle. Damit soll die Planung für die jeweils nächste Saison erleichtert werden. Inzwischen wurde die Änderung vom Finanzamt genehmigt, allerdings wurde dadurch eine zweite Jahreshauptversammlung nötig.

Die konnte gleich auch für Ehrungen genutzt werden. Harald Plato und Julia Meyer sind seit 25 Jahren Mitglied. Zu Trainern des Jahres wurden die Betreuer der 120 Kinder in der G-Jugend, Claus Pansegrau, Monika Skusa, Fred Wirth und Werner Piesik, ernannt. Mannschaft des Jahres wurde die 3. C-Jugend, Ehrenamtlicher des Jahres Uwe Meyer.

Die erste Rot-Weiße-Nacht, die am 2. Oktober gefeiert wurde, sei ein großer Erfolg gewesen, blickte Thomas Kaessler zurück – „da haben nicht alle Mannschaften für sich gefeiert, sondern der ganze Verein zusammen“. Ein weiteres Ereignis war der Besuch von Jugendlichen der Academie Gabongo Sports aus Parakou in Benin. „Von denen können wir eine Menge lernen“, meinte Kaessler. Für nächstes Jahr ist ein Gegenbesuch geplant, einige Sponsoren wurden schon gefunden.

Leider werde es immer schwerer, Ehrenamtliche zu finden, sagte der Vorsitzende, und er hatte auch einige Kritik zu äußern. Manche Eltern verwechselten offenbar einen Verein mit einem Sportstudio, und auch Mitglieder hätten manchmal überzogene Erwartungen. Die Zufahrt über die vom Hamfhofsweg abzweigende Straße Am Großen Dinge und die Straße Hinter dem Großen Dinge, an der der SCB liegt, ist dunkel und bei Gegenverkehr gefährlich. Der Verein sei sich mit den privaten Eigentümern einig, dass etwas passieren müsse, aber die Stadt habe es bisher abgelehnt, die beiden Wege in die öffentliche Hand zu überführen. Jetzt will der Verein die Politik einspannen, sagte Kaessler.

Auf der vorigen Jahreshauptversammlung wurde ein Beirat gegründet, der dem Vorstand beratend zur Seite stehen soll. Rudolf Hickel berichtete, man werde Lobbyarbeit leisten „bis hin zur Sportsenatorin“. Noch bestehe der Beirat aus drei männlichen Mitgliedern, er soll auf sieben aufgestockt werden, möglichst auch Frauen. Die großen Sponsoren konnten gehalten und neue gefunden werden, erklärte Thomas Kaessler. Der zweite Vorsitzende Dirk-Jochen Beckmann berichtete, dass die 1. Herren sich einen besseren Saisonverlauf gewünscht habe. Derzeit stehe sie in der Bremen-Liga auf Platz 10 und hoffe auf die Rückrunde. Die 2. Herren, die im vorigen Jahr in die Bezirksliga aufgestiegen sei, stehe trotz vieler Verletzter auf Platz 7. Kassenwart Axel Koehnken vermeldete eine gute Liquidität. „Wir bleiben solide“, versprach er.
Großspende macht Bau möglich

Damit das garantiert ist, müssen die Beiträge erhöht werden. Der Verein möchte einen weiteren Kunstrasenplatz bauen, nachdem eine Borgfelder Familie 500 000 Euro gespendet hat. Das soll auf Platz 6 geschehen, der wegen großer Feuchtigkeit jetzt nicht durchgehend bespielbar ist. Das Sportamt als Eigentümer ist einverstanden, bis zur Saison 2020/21 soll der Platz fertig sein. Statt eine Drainage anzulegen, soll er aufgeschüttet werden.

Jugendleiter Andreas Grisar erklärte, an die Elektrik der gesamten Sportanlage sei immer wieder angebaut worden. „Niemand weiß mehr, welche Sicherung wofür ist.“ Jetzt soll sie komplett überarbeitet werden mit einem neuen Schaltplan, was 13000 Euro kosten wird. Das Flutlicht, das nicht die Anforderungen der Regionalliga erfüllt, soll auf LED umgerüstet werden. Dafür hat, wie Dirk-Jochen Beckmann sagte, der Bund einen Zuschuss von 25 Prozent bewilligt. Der Borgfelder Beirat steuert aus seinen Globalmitteln 4500 Euro bei, der Landessportbund (LSB) gibt ein zinsloses Darlehen von 20 000 Euro.

Damit benötigt der Verein laut Kassenwart Axel Koehnken noch 130 000 Euro für den Sportplatz, abzuzahlen in zehn Jahren. Das wären 13 000 Euro im Jahr, dazu 4000 Euro als Tilgung des LSB-Kredits. Die Jahreshauptversammlung solle dem Vorstand die Ermächtigung erteilen, wenn nötig die Beiträge um zwei Euro im Monat zu erhöhen, beantragte Thomas Kaessler; darüber wurde aber nicht abgestimmt, weil ein Mitglied die vorbehaltslose Erhöhung der Beiträge beantragte. Das wurde bei elf Enthaltungen einstimmig angenommen.

Geringe Änderungen ergaben sich durch die Wahlen. Der Vorsitzende Thomas Kaessler, Kassenwart Axel Koehnken, Schriftführerin Tanja Grisar, Jugendwart Andreas Grisar und Schiedsrichter-Obmann Jörg Credo wurden einstimmig wiedergewählt. Der stellvertretende Jugendleiter Malte Viebrock trat nicht wieder an, auf ihn folgt Heiner von Lingen, aber nur für ein Jahr. Neu sind außerdem Matthias Demuth und Ole Meyer als Frauen- und Mädchen-Beauftragte, Michael Trewes als Marketingleiter und Hauke Daniel als Kassenprüfer.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 2 Datum: 29.11.2019

 
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