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02.08.2021
SC Borgfeld erhält Zuwendung der Egidius-Braun-Stiftung und treibt Investition in Flutlicht voran

Von Klaus Göckeritz

Die Egidius Braun-Stiftung des Deutschen Fußballbunds (DFB) unterstützt im Rahmen der Initiative „Kinderträume“ gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration in diesem und im nächsten Jahr insgesamt bis zu 1400 Fußballvereine mit einem Betrag von jeweils 500 Euro. Zu den Nutznießern gehört auch der SC Borgfeld. Jetzt überbrachte Dieter Stumpe, Vizepräsident des Bremer Fußballverbands, einen Scheck. „Wir werden das Geld für unsere Flüchtlinge verwenden“, stellten Andreas Grisar und Michael Fritz vom SC Borgfeld bei der Übergabe fest.

Im Sportclub sind derzeit sechs junge und in Borgfeld untergebrachte Flüchtlinge aktiv, die für den anstehenden Winter mit entsprechendem Material und Sportkleidung ausgestattet werden sollen. Die Stiftung unterstützt die Vereine ohne großen Verwaltungsaufwand. „Die Antragstellung war unbürokratisch“, stellte Schriftführerin Claudia Raufeisen fest. Die Verwendung des Geldes müsse bis zum 31. März nächsten Jahres dargelegt werden, ergänzte Dieter Stumpe. In Bremen haben sich derzeit zwölf Vereine erfolgreich um die Zuwendung beworben.

Um andere Beträge geht es beim SC Borgfeld, wenn über die Investition in eine zusätzliche Flutlichtanlage gesprochen wird. Wie berichtet, steht den Fußballern in diesem Winter die Sporthalle am Borgfelder Saatland nicht zur Verfügung, weil dort rund 100 junge Flüchtlinge untergebracht sind. „Darauf haben wir reagiert, dazu stehen wir unter enormem Zeitdruck“, sagte der SC-Vorsitzende Hajo Hilken mit Hinweis auf den bevorstehenden Winter. Um den vorhandenen Platz zu entlasten und um neue Kapazitäten für Training und Spielbetrieb zu schaffen, sollen auf dem Rasenplatz direkt hinter dem Kunstrasenplatz sechs Flutlichtmasten aufgestellt werden. Derzeit sondiert der Sportclub entsprechende Angebote. Hilken geht davon aus, dass rund 15 000 Euro für den Kauf und die Installation nötig sein werden.

Der Sportclub setzt dabei auf Unterstützung aus öffentlichen Kassen. Wie berichtet, hat der Borgfelder Beirat die Dringlichkeit erkannt und aus den sogenannten Globalmitteln mehr als 4500 Euro zur Verfügung gestellt (wir berichteten). Einen positiven Bescheid erhofft sich der Vorstand auch aus dem Haus der Sozial- und Sportsenatorin. Dort hat der SC Borgfeld einen entsprechenden Antrag gestellt, ob und wann eine Entscheidung fällt, ist derzeit offen, sagt Hajo Hilken.

Gleichwohl bleibt das Zeitfenster eng. Neben der Finanzierung müsste die Investition das behördliche Antrags-und Genehmigungsverfahren durchlaufen, dazu ist die Witterung ein unsicherer Faktor. Die Gründungsarbeiten für die geplanten Flutlichtmasten müssten in der frostfreien Zeit erledigt sein, damit die Anlage möglichst noch in diesem Jahr in Betrieb gehen kann.

Der SC hofft, beim Projekt Flutlichterweiterung ohne eigene finanzielle Mittel auszukommen. „Wir haben noch Verbindlichkeiten aus dem Bau des Umkleidehauses und wollen die Belastungen grundsätzlich insgesamt niedrig halten“, so Hilken.

Der Druck ist hoch. Wie der Vorsitzende schildert, sind die Sportplätze am Großen Dinge durch Trainings- und Spielbetrieb bis an die Grenzen ausgelastet. Rund 40 Mannschaften teilen sich eine Anlage, die für diese Belastung nicht ausgelegt ist. Betroffen sind insbesondere rund 300 Kicker der jungen Jahrgänge, denen die Halle am Saatland nicht zur Verfügung steht. „Wir hoffen, dass wir noch im November mit den Bauarbeiten beginnen können und das Flutlicht noch in diesem Jahr in Betrieb geht, das ist aber sehr optimistisch gedacht“, so Hilken.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme-Zeitung Seite: 5 Datum: 07.11.2015

Dieter Stumpe (vorne links) überbrachte einen Scheck in Höhe von 500 Euro. FOTO: GÖCKERITZ
 
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