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02.08.2021

(rtr). Ins frühere Zuhause der Fußball-Legende Fritz Walter eingeladen zu werden, ist für Vertreter kleinerer Amateurvereine eine absolute Ausnahme. Für Thomas Kaessler, Jugendwart des SC Borgfeld und Jürgen Brandt, Vater des Borgfelder Ausnahmetalentes Julian, öffneten sich die Türen des Bungalows in Enkenbach-Alsenborn jedoch, um für Julian Brandt die Fritz-Walter-Medaille in Silber vom Deutschen Fußball Bund entgegen zu nehmen.
Dieser Preis wird seit 2004 an Nachwuchs-Nationalspielerinnen und -spieler des DFB verliehen, die herausragende Leistungen sportlich und außersportlich gezeigt haben. Darunter waren schon Manuel Neuer, die Bender-Zwillinge, Höwedes, die Boatengs, Holtby, Tony Kroos, Draxler und Götze.
Und diesmal Julian Brandt. Der ist inzwischen beim VfL Wolfsburg aktiv und hat sich in den vergangenen zwei Jahren rasant weiter entwickelt. So wurde er kürzlich als 17-Jähriger bereits Deutscher Meister der U19, ist Stammspieler in der U19, obwohl noch für jüngere Mannschaften berechtigt und auch der Profi-Kader des VfL ist bereits in Reichweite.
Julian Brandt wurde aber nicht nur für diese sportlichen Leistungen ausgezeichnet, denn die Preisträger stehen auch für ein vorbildliches außersportliches Verhalten. Kaessler unterstreicht: „Ich glaube wir alle können uns immer wieder ein Bild davon machen, wenn Julian mal wieder auf einen Kurzbesuch beim SCB blicken lässt. Völlig ohne Starallüren und bescheiden tritt er bei uns auf“.
Die Silbermedaille in der jüngsten Kategorie U17 konnte er nicht persönlich entgegennehmen, da er mit der U19-Nationalmannschaft unterwegs war. So nahm sein Vater Jürgen – mit Jens Ahlers zusammen auch Julians ehemaliger Trainer – die Ehrung entgegen. Wie bei diesem Preis üblich, wurden vom DFB auch die Vereine ausgezeichnet, die an der Ausbildung des Spielers beteiligt waren. So nahm Thomas Kaessler stellvertretend für den SC Borgfeld eine Urkunde, dotiert mit 10 000 Euro, entgegen. Der DFB honoriert mit dem Geld die Ausbildung in den Amateurvereinen.
Zur Preisvergabe waren zahlreiche Prominente wie Hannes Bongartz oder Stefan Kuntz anwesend, aber auch junge, bereits sehr erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, wie die diesjährigen Preisträgerinnen Sara Däbritz und Melanie Leupolz, immerhin gerader Europameisterinnen geworden, oder Matthias Ginter, Goldmedaillengewinner in der Kategorie U19 und bereits Stammspieler beim SC Freiburg.
Die Borgfelder werden den Werdegang von Julian Brandt weiter aufmerksam verfolgen und profitieren bei weiteren Karriereschritten erneut von Geldbeträgen. Thomas Kaessler stellt aber klar: „Im Vordergrund des Borgfelder Interesses steht aber natürlich, dass wir es Julian alle von Herzen gönnen, wenn der Borgfelder Jung weiter seinen Traum lebt und er uns eines Tages als Profi oder gar Nationalspieler aus dem Fernseher anlächelt. Die Voraussetzungen sind, nun auch bescheinigt durch den DFB, da. Wir wünschen Julian alles Gute, Glück und ganz viel Erfolg.“
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Stadtteil-Kurier Nordost  Seite: 10 Datum: 01.09.2013

 
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