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02.08.2021

Der SC Borgfeld ist ein aufstrebender Fußballverein mit mehr als 700 Mitgliedern. Die Sportanlage liegt am Ende des Hamfhofswegs in Sichtweite des Wümmedeiches. Die Zufahrt führt über einen Privatweg durch ein Wäldchen. Nach langer Diskussion wird der Weg jetzt saniert.


VON KLAUS GÖCKERITZ
Borgfeld. Wie lange über die Zuwegung diskutiert wurde, vermag Stephan Lesemann nicht zu sagen. Vermutlich zehn oder 15 Jahre, schätzt der zweite Vorsitzende des SC Borgfeld. Sicher dagegen ist, dass die Diskussion jetzt vorbei ist. Vermutlich bis zum Ende der nächsten Woche wird eine Tiefbaufirma die Asphaltdecke auf die Wege Am Großen Dinge und Hinter dem großen Dinge aufgebracht und ihre Maschinen abgezogen haben. „Wir sind froh, dass es jetzt geklappt hat“, stellte Lesemann fest.
Derzeit werden im kleinen Quartier am Ende des Hamfhofswegs und der Sportanlage die Vorbereitungen geschaffen. Die Arbeiter haben die alte Pflasterung aufgenommen, Sand und Schotter aufgefahren, um einen tragfähigen Untergrund zu bereiten. Die Wegbreite von gut drei Metern bleibt erhalten, im Verlauf des knapp 300 Meter langen Weges sollen zwei Ausweichbuchten entstehen.
Die Ränder sollen mit Kies und Schotter befestigt werden, damit das Wasser in den Seitenraum und einen Graben abfließen können. Das Tempo bleibt wie bisher auf 30 Stundenkilometer begrenzt, das Gewicht der Fahrzeuge auf 26 Tonnen beschränkt. Somit können auch weiterhin Mannschaftsbusse anderer Sportvereine das Gelände des SC Borgfeld erreichen. Bleiben wird auch die Beleuchtung.

Gemeinsame Linie
Der Borgfelder Fußballverein tritt für das 70 000 Euro schwere Projekt als Auftraggeber auf. Dies sei zwischen den Beteiligten der Behörden, des Vereins und der privaten Eigentümergemeinschaft des Weges in gemeinsamen Gesprächen so beschlossen worden, so der zweite Vorsitzende Stephan Lesemann. Risiken sieht er nicht – obwohl der Verein den Part des Auftraggebers ursprünglich abgelehnt hatte. „Am Ende haben wir zugestimmt, weil es aus formalen Gründen nur diese Möglichkeit gegeben hat. Die Stadt durfte für eine private Maßnahme nicht als Auftraggeber auftreten“, so der Vereinsvizechef und Projektleiter. Der Club habe sich vor der Entscheidung entsprechend beraten und absichern lassen. Dazu erhalten die Sportler bei Bedarf kompetente Unterstützung. „Unsere Erhaltungsabteilung fährt raus und sieht sich auf der Baustelle um“, sagt Martin Stellmann, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV).
Die Zuwegung bleibt auch nach der Sanierung im Eigentum der privaten Wegegemeinschaft, die sich an den Kosten beteiligt. Zu reden sein werde mit der Stadt aber noch über die Verkehrssicherungspflicht. Den Eigentümern sei es nicht zuzumuten, dass sie bei möglichen Unfällen auf der Zuwegung in Haftung genommen werden. Dass die Sportler sicher zu ihrer Anlage kommen, sei auch von öffentlichem Interesse, betont Sprecher Jürgen Schilling.
Um die Zuwegung hatte es in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen gegeben. Die Eigentümergemeinschaft wollte die von Eltern, Sportlern und auch der Politik seit langem geforderte Sanierung nicht aus der eigenen Tasche bezahlen. Nach vielen Gesprächen und Verhandlungen hatte das Bremer Bauressort schließlich Mittel bereitgestellt. Zwischenzeitlich war die Zuständigkeit in das Innenressort gewechselt, schließlich verkündete das Ortsamt in diesem Frühjahr, dass die Wege Am Großen Dinge und Hinter dem Großen Dinge saniert werden.

 

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 1 Datum: 28.07.2012

 
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