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12.11.2019

Nach dem 1:1 gegen den Bremer SV bezwingt der Bremen-Ligist einen weiteren Titelaspiranten – 3:2 gegen den FC Oberneuland
Die Szene in der 32. Spielminute sorgte noch lange nach dem Spiel des Fußball-Bremen-Ligisten SC Borgfeld gegen den FC Oberneuland für reichlich Gesprächsstoff. Während SC-Trainer Ugur Biricik seinen Torjäger Christopher Taylor vor dessen Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich „ganz klar aus der eigenen Hälfte losgelaufen“ gesehen haben wollte, monierte FCO-Coach Kristian Arambasic „ein eindeutiges Abseitstor“. Letztlich entschied Schiedsrichter Julian Karker (SV Werder Bremen) zugunsten der Hausherren, die durch den Treffer nicht nur den frühen Führungstreffer der Gäste durch Onur Uzun (10.) egalisierten, sondern die Gäste dadurch sogar mehr oder weniger aus dem Tritt bringen konnten – und am Ende mit 3:2 (2:1) gewannen.

Von Beginn an knüpften die Wümme-Kicker an die tadellose Leistung vom Remis aus der Vorwoche bei Titelaspirant Bremer SV an. Basierend auf einer stabilen Defensivabteilung spielten die Gastgeber wiederholt mutig nach vorne und ließen sich auch von dem frühen Gegentor nicht aus der Ruhe bringen. „Die Jungs haben sich heute ein ganz großes Kompliment verdient“, lobte Biricik, „sie haben hinten sehr konzentriert gestanden und vorne ihre wenigen Chancen mit der nötigen Konsequenz ausgenutzt.“ Mit Torhüter Tom Petter Rode, der kurzfristig für den angeschlagenen Maximilian Hentrich zwischen die Pfosten musste, Massimo Klüver und Oughzan Hoshaber bot der Borgfelder Trainer gleich drei A-Jugendliche auf. Auch mit Stürmer Kenstar Gehle sowie Mika Lasse Kroschel wären noch zwei weitere Rot-Weiße im Jugendbereich spielberechtigt gewesen. Doch das vermeintlich erfahrenere und abgezocktere Gästeteam fand nie richtig zu seinem gewohnt schnellen Umschaltspiel, „weil Borgfeld extrem bissig in den Zweikämpfen war und uns dadurch in vielen verheißungsvollen Ansätzen immer wieder noch rechtzeitig den Schneid abgekauft hat“, wie Gäste-Trainer Arambasic anerkennen musste. Trotz der frühen Führung der Gäste blieben die Hausherren locker, der Defensivverbund zeigte kaum Lücken und kam doch einmal ein Ball durch, konnten sie sich auf ihren jungen Keeper verlasen. „Insgesamt hat sich die ganze Mannschaft heute ein dickes Sonderlob verdient“, vermied es Biricik, einen einzelnen Spieler hervor zu heben.

Nach dem Führungstreffer der Gäste sorgte Taylor per Doppelschlag für die Führung, SC-Kapitän David Lange erzielte dazu nach einer „traumhaften Kombination“ (Biricik) und einer präzisen Flanke von Christopher Taylor für das 3:1 (67.). Einen Vorwurf an den Unparteiischen  verkniff sich Kristian Arambasic, stattdessen nahm er seine Mannschft in die Pflicht. „Wir hatten genügend Zeit und auch die Möglichkeiten, zumindest noch den Ausgleich zu erzielen“, haderte Arambasic, „aber heute waren wir in der gefährlichen Zone vor dem Borgfelder Strafraum einfach nicht clever und ruhig genug.“ Einzig Top-Torjäger Ebrima Jobe kam einmal noch durch und traf zum 3:2 (80.) – letztlich aber brachte Borgfeld das überraschende Ergebnis in einer umkämpften Schlussphase über die Zeit. Für einen Wermutstropfen sorgte Borgfelds Innenverteidiger Eric-Ove Hennigsson, der kurz vor dem Abpfiff den Ball weg schlug und dafür zu Recht die Gelb-Rote Karte zu bekam (90.+3). „Mit etwas Fingerspitzengefühl lässt er ihn auf dem Platz“, kommentierte Ugur Biricik, der das Glück mit dem Referee aber nicht über Gebühr strapazieren wollte.

SC Borgfeld: Rode; Wenzelis, Tietjen, Hennigsson, Kroschel, Küver (85. Cigdem), Lange, Meyer, Hosaber (89. Lohs), Gehle, Taylor (78. Uslu)

Tore: 0:1 Unur Uzun (10.), 1:1 und 2:1 Christopher Taylor (32./44.), 3:1 David Lange (67.), 3:2 (80.)
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Eric-Ove Hennigsson (90.+3/Ball weg schlagen)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 8 Datum: 19.08.2019

 
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