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05.12.2019

Bremen-Ligist SC Borgfeld holt gegen Oberneuland einen 0:2-Rückstand auf, verliert aber noch 2:3
Unglücklicher hätte der Einstand von Lewis Bela Stroth bei seinem Debüt für die Bremen-Liga-Fußballer des SC Borgfeld vermutlich kaum verlaufen können: Der Mittelfeldspieler der A-Junioren kam gegen Spitzenreiter FC Oberneuland zum Einsatz, weil die Wümme-Kicker auf zahlreiche Stammkräfte verzichten mussten – und brachte die Gastgeber kurz nach dem Anpfiff mit einem Eigentor in Führung (8.).

Nach einer Ecke für die Gäste kam der Ball über drei Stationen zu Ebrima Jobe, der zunächst am glänzend reagierenden SC-Torhüter Tom Petter Rode scheiterte. Der Ball prallte von Rodes Fuß allerdings genau in den Laufweg des Mittelfeldspielers, der in Richtung eigenes Tor lief, dem Ball nicht mehr ausweichen konnte und die Kugel schließlich über die Linie bugsierte. „Ein saudämliches Tor“, ärgerte sich SC-Trainer Ugur Biricik nach der bitteren 2:3 (1:2)-Niederlage, „aber kein Vorwurf an den Jungen, er konnte da nichts machen.“

Mit Beginn der Begegnung präsentierte sich der Liga-Primus dominant, die deutlich größeren Spielanteile gegen extrem defensiv auftretende Gäste spiegelten sich nicht nur im Führungstreffer wider, auch beim zweiten Tor des FCO waren gleich mehrere Borgfelder beteiligt. Einen Weitschuss von Ebrima Jobe konnte Tom Petter Rode zwar zunächst noch klären, allerdings spielte Florian Meyer den Ball anschließend zu unpräzise ins Nirgendwo. Ebrima Jobe kam an die Kugel, witterte seine Chance und zirkelte diese aus knapp 25 Metern über den zurückeilenden Borgfelder Keeper zum 2:0 ins Tor (29.).

„Das darf gegen so eine erfahrene Mannschaft nicht passieren“, ärgerte sich Ugur Biricik, „aber danach haben wir insgesamt eine tolle Moral bewiesen und hätten einen Punkt verdient gehabt.“ Wer nun mit einem Einbruch der Gäste gerechnet hatte, wurde enttäuscht, Torjäger Christopher Taylor schloss eine von ihm selbst eingeleitete Kombination nach Vorlage von SC-Kapitän David Lange zum 1:2-Anschlusstreffer ab (35.). Bis zum Pausenpfiff des unauffälligen Schiedsrichters tat sich dann nichts mehr, beide Mannschaften neutralisierten sich in der jeweils ungefährlichen Zone.

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Ugur Biricik für den ebenso gelb-rot-gefährdeten wie unglücklich agierenden Florian Meyer mit Tarek Elmali einen weiteren Nachwuchsspieler aufs Feld, nach einer guten Stunde wechselte der Botrgfelder Coach schließlich mit Kevin Brandes für den harmlosen Kasim Uslu weiter offensiv ein – und wurde nur kurze Zeit später für seinen Mut belohnt: Erneut kombinierten David Lange und Christopher Taylor sehenswert miteinander, das exzellente Zuspiel des Borgfelder Kapitäns veredelte der Torjäger zum viel umjubelten Ausgleich (69.).

Auf der Gegenseite zeigte Tom Petter Rode, dass die jüngsten starken Leistungen des Borgfelder Torhüter-Talents keineswegs eine Eintagsfliege waren. FCO-Torjäger Jobe lief alleine auf das Borgfelder Tor zu, schob den Ball auch präzise in Richtung linke Ecke, doch Rode tauchte blitzschnell ab und machte diese Großchance zunichte (76.). „Insgesamt fehlten mir die Laufbereitschaft und die Präzision im Zusammenspiel“ haderte FCO-Trainer Kristian Arambasic mit der Einstellung seiner Spieler. Gleichzeitig lobte er die Gäste: „Borgfeld hat ein super Spiel gemacht und am Ende hat mit uns heute einfach nur die etwas glücklichere Mannschaft gewonnen.“ Die Hausherren berannten das Tor der Gäste zwar auch in der zweiten Hälfte mit großer Vehemenz, versäumten es allerdings, mit klaren Aktionen für weitere Gefahr vor dem Borgfelder Gehäuse zu sorgen. Entweder fehlte der Mannschaft von Kristian Arambasic die nötige Präzision im Zusammenspiel oder schlicht der erforderliche Wille. Erst ein fataler Fehlpass von Borgfelds Niklas Wenzelis auf Höhe der Mittellinie eröffnete Oberneulands Verteidiger Nils Göcke die Möglichkeit, den eingewechselten Amadou Sarr per elegantem Diagonalpass ins Spiel zu bringen, dessen geschicktes Zuspiel Torjäger Ebrima Jobe schließlich in der just angebrochenen Nachspielzeit mit der Fußspitze zum glücklichen Endstand an Borgfelds Keeper ins Netz spitzelte (90.+1).  „Ich möchte meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen“, betonte Ugur Biricik, „sie sind mit großer Leidenschaft aufgetreten und brachten die beste Bremer Amateurmannschaft ins Wanken.“

SC Borgfeld: Rode; Wenzelis, Kroschel, Hennigsson, Böntgen, Lange, Meyer (46. Elmali), Stroth, Hoshaber, Taylor (80. Kahrs), Uslu (63. Brandes)

Tore: 1:0 Lewis Bela Stroth (8./Eigentor), 2:0 (30.), 2:1 Christopher Taylor (35.), 2:2 Taylor (69.), 3:2 (90.+1)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 02.02.2019

 
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