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12.11.2019

Beim 0:4 gegen Aumund-Vergesack fehlen dem SC Borgfeld die Stürmer - und der nötige Biss
Vor Beginn der zweiten Hälfte hatte Ugur Birick so eine Ahnung: "Wer jetzt das erste Tor schießt", mutmaßte der Trainer des SC Borgfeld, "wird dieses Spiel heute gewinnen." Dass es allerdings ausgerechnet die Gäste von der SG Aumund-Vegesack sein sollten, die mit dem Führungstreffer die Grundlage zum deutlichen 4:0 (0:0)-Auswärtssieg legten, ahnte der Coach der Wümme-Kicker zu diesem Zeitpunkt nicht. "Eigentlich war das ein klassisches 0:0-Spiel", resümierte Birick nach der deutlichen Klatsche enttäuscht, "aber wir sind von extrem effektiven Gästen für leichte und vermeidbare Fehler umgehend bestraft worden."

Nach torloser erster Hälfte kamen die arg dezimierten Gastgeber hoch motiviert aus der Kabine und wollten unbedingt an die durchaus beeindruckenden Leistungen aus den Spielen gegen den Bremer SV (1:1) und den FC Oberneuland (3:2) anknüpfen. Doch das Fehlen von Top-Torjäger Christopher Taylor und Nachwuchs-Stürmer Kenstar Gehle (beide verletzt) machte sich besonders vor dem Gehäuse von SAV-Torhüter Markus Boettcher wiederholt bemerkbar. Im Ansatz kombinierte sich die Biricik-Elf zwar passabel bis in die gefährliche Zone vor des Gegners Tor hinein, bis auf einige Distanzschüsse oder sogenannte Halbchancen kam allerdings nichts Produktives dabei heraus. "Ich will der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen", betonte der Trainer, "die SAV war heute einfach bissiger in den Zweikämpfen und hatte vor unserem Tor eben das Glück, das uns heute einfach gefehlt hat."

Und das zeigte sich direkt beim Führungstreffer der Gäste: Einer von zahlreichen langen Bällen aus der eigenen Hälfte heraus landete zwischen SC-Verteidiger Marc-Patrick Tietjen und SAV-Stürmer Bashkim Toski. Während der Borgfelder Foulspiel reklamierte, trudelte die Kugel von seinem Fuß ins eigene Tor (58.). "Ein absolut unnötiges Gegentor", haderte Biricik, "besonders, weil es vorher ein klares Foulspiel des Stürmers gewesen ist." Diesen Vorwurf wies SAV-Coach Björn Krämer allerdings umgehend zurück und verwies stattdessen auf das "clevere Verhalten im Zweikampf" seines Angreifers.

Nach dem Tor mussten die Hausherren nun offensiver agieren, wodurch sich Räume für die Gäste boten, welche diese geschickt nutzten, um die Borgfelder Defensive immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen. Nur wenige Minuten nach der umstrittenen Führung erzielten die Gäste in Person von Christian Böhmer das 2:0 (62.) – was nach Einschätzung von Ugur Biricik "der Genickbruch" für sein Team gewesen sei. "Danach haben wir die Ordnung verloren", konstatierte er, "und die SAV hat die Lücken brutal effektiv genutzt." Zunächst gelangte der Ball nach einer Ecke der Gäste unmittelbar vor den Füßen des kurz zuvor eingewechselten Clifford Stecher, der die Kugel im Borgfelder Strafraum ungestört annehmen und über die Linie drücken konnte (77.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Mittelfeldakteur Abdullah Basdas, der einen der zahlreichen Gäste-Konter erfolgreich zum verdienten Endstand abschließen konnte (84.).

Trotz der bitteren Niederlage, "die mindestens zwei Tore zu hoch ausgefallen ist", wie Ugur Biricik versicherte, blicken die Borgfelder zuversichtlich auf die nun anstehenden Aufgaben: "Wir haben jetzt gegen vier Spitzenteams der Liga gespielt", bilanzierte Biricik, "und sind aus meiner Sicht mit vier Punkten voll im Soll." Er betrachte die deutliche Heimniederlage nicht als Rückschlag, "sondern als Weckruf zum richtigen Zeitpunkt", betonte er, "wir wissen um unsere Stärken und dass uns heute einige wichtige Spieler gefehlt haben". In den kommenden Partien könne die Mannschaft auf dieser Grundlage "mit viel Selbstbewusstsein in jedes Spiel gehen", so Biricik, "weil wir eine enorme Qualität im Kader haben und die Jungs jetzt so richtig heiß darauf sind, diese PS auch endlich auf die Strecke zu bringen".

SC Borgfeld: Hentrich; Nennecke, Kroschel, Tietjen (74. Kahrs), Böntgen, Hosaber, K. Uslu, Wenzelis, Meyer (62. Cigdem), Kubin (74. P. Eichler), Lohs

Tore: 0:1 Marc-Patrick Tietjen (58./Eigentor) 0:2 (62.), 0:3 (77.) 0:4 (84.)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Borgfelds Oughzan Hosaber (87./Meckern)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 8 Datum: 26.08.2019

 
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