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19.06.2019

Turnierbericht der F2 beim internationalen 2011er Turnier in Köln/Hürth.

Prolog:
Es hörte sich vielversprechend an: Ein Turnier mit 66 Mannschaften, darunter Man City, 1.FC Köln, AC Mailand, Roter Stern Belgrad und viele weitere namhafte Clubs aus Deutschland und Europa. Und das auch noch in Köln, wo man ja sowieso keine Abende mit Biertrinken verbringen kann, weil die Eingeborenen da ja ganz simpel kein Bier haben. Also blendende Voraussetzungen um sich nur auf das Turnier zu konzentrieren.
Schon die Anfahrt am Freitag war ein Erfolg! Alle kamen tatsächlich noch an. Einige brauchten fünf Stunden für die ca.350 Km, anderen erging es nicht so gut.

Turnier:
Am Samstag standen wir um 8:15 Uhr im “Ulrike-Meyfarth-Stadion”. Die Kinder tatendurstig, die Erwachsenen eher müde.
Im Wissen, dass wir grundsätzlich ein Spiel pro Turnier durch haarsträubende individuelle Fehler verlieren, entschied sich der clevere Streichelzoo, dieses gleich im ersten Spiel zu machen damit für den Rest des Turniers Ruhe ist. Das klappte auch einwandfrei.
Die nächsten zwei Spiele wurden völlig verdient gewonnen, doch dann kamen KAS Eupen und Fortuna Köln und der Streichelzoo wurde wurde ausgewildert und weggebissen. Die waren eine ganz andere Liga. Dagegen ist ein Spiel gegen die 2011er von Werder ein Wattebäuschchenwerfen.

Letztlich erreichten wir die “Silbergruppe” (es gab Gold, Silber, Bronze) und haben am Samstag noch unser erstes “Silbergruppenspiel” gegen Venlo gehabt. Die waren gut. Nein, die waren eigentlich sogar besser, aber der Streichelzoo zeigte, dass er auch Beißen kann, (wenn auch nur mit Milchzähnen). Es war ein richtig gutes Spiel. Das war am Leistungslimit. Die Defensive grätschte, kämpfte, warf sich in jeden Schuss und vorne machten wir aus ca. drei echten Chancen zwei Tore.
Dann kam der Sonntag. Die Eltern wirkten deutlich ausgeschlafener als noch am Samstag, die Kinder leider nicht. Das erste Spiel verschliefen wir mit 0:1 und beim zweiten Spiel erreichte der Streichelzoo den Tiefpunkt. Offenbar hatte sich die Mannschaft untereinander abgesprochen die Trainer abzusägen, denn anders kann man sich diese kollektive und komplette Nichtleistung nicht erklären. Nicht laufen, nicht kämpfen, nicht spielen... . Es war ein ganz großes Nichts. Wenn die possierlichen Tierchen sich nicht schon selbst beim Spiel eingeschläfert hätten, die Trainer suchten während des Spiels schon in der Umgebung nach, auch am Wochenende praktizierenden, Abdeckern... . Die süßen Kuscheltierchen sehnten sich wohl zurück in den Streichelzoo wo es keine Fressfeinde gibt und alles lieb & schnuffelig ist.
Sofort nach dem Spiel hielten zwei der drei Trainer Ansprachen, die die gängigen Vorstellungen von “Schwarzer Pädagogik” völlig neu definierten, um aber vor dem nächsten Spiel den kleinen verängstigten Hasen zu versichern, dass alles Vorherige vergessen ist und dass der Sonntag erst jetzt für sie anfängt. Man kann natürlich davon halten was man möchte, aber die folgenden Spiele haben die ausgewilderten Hoppelhäschen Einsatz gezeigt und gewonnen. Wobei das letzte Platzierungsspiel wahrscheinlich unser bestes Spiel des Turniers war. Es war kämpferisch, läuferisch aber vor allem auch spielerisch wirklich gut. Es hat Spaß gemacht das Spiel zu sehen. Das dritte Tor war wirklich klasse herausgespielt: Ein Stürmer hat auf der rechten Seite den Ball, setzt sich gegen ein, zwei Gegenspieler durch und passt im richtigen Moment in die Mitte zum durchstartenden anderen Stürmer, der aus dem Sprint heraus das Tor macht. Das war Fußball!

Epilog:
Es gab da Mannschaften, die drei mal trainieren. Drei mal am Tag, nicht in der Woche. Es gab da Mannschaften, in denen die Spieler schon 5-6 mal “durchgesiebt” wurden. Es gab da Mannschaften, die haben zum Turnier mehr Trainingsgeräte mitgebracht, als der ausrichtende Verein insgesamt hat. Es gab da Mannschaften, die ihren Mannschaftsbus vorfahren lassen und dann einfliegen (und zwar nicht mit Ryanair).

Die F2 ist 33 von 66 Mannschaften geworden. Wir hätten, wenn alles perfekt gelaufen wäre vielleicht fünf, sechs Plätze besser abschneiden können. Mehr wäre aber wirklich nicht drin gewesen.
Das Niveau war –für mich vorher in dieser Dimension unvorstellbar (und ich hatte vorher viel Zeit damit verbracht mich über die teilnehmenden Mannschaften zu informieren)- extrem hoch.
Der Streichelzoo F2 hat sich wirklich gut geschlagen. Der Auftritt auf und auch neben dem Platz war wirklich ansprechend. Es können alle Spieler stolz auf sich sein (Stolz! Nicht selbstzufrieden!).

Michi, Lars, Bärchen

 
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