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05.12.2019

Superlativen zu verwenden oder geschichtsträchtige Ereignis als Vergleich für sein Team heranzuziehen ist immer mit Vorsicht zu genießen.
Aber was sich am letzten Wochenende in Wilhelmshaven ereignet hatte muss einen Bericht wert sein und darf eine solchen Vergleich anstreben.

Hatte wir als Trainerteam in der Vorwoche  noch mit  einer Mannschaftsstärke von 9 Spieler (Spielmodus 5+1) gerechnet, dezimierte sich das Team der E2 (Jahrgang 2010) in den darauf folgenden Tagen krankheitsbedingt dermaßen, dass man am Turniertag selbst vor der Abfahrt nach Wilhelmshaven mit nur noch 6 Spielern den Auftrag einer hoffentlich erfolgreichen Turnierteilnahme annehmen musste.

Da in zwei 5er Gruppen mit starken Mannschaften gespielt wurde, sollte es ein langer Tag werden, den keiner von den teilnehmenden Spielern, Trainern und Eltern so schnell vergessen sollte.

Denn kurz nach Ankunft und den ersten Aufwärmübungen in der Halle sollte ein weiterer Spieler ausfallen, der unter starke Brustschmerzen litt. Die Untersuchung im Krankenhaus führte zum beruhigenden Ergebnis, dass es zum Glück nicht Schlimmeres war. Dennoch viel unser Abwehrspieler (der uns in der Folge weiterhin anfeuerte) aus, und wir waren nun in Unterzahl.

Folglich wurde uns vom SV Wilhelmshaven ein Gastspieler angeboten, den wir dann dankend in unser Team aufgenommen hatten. Es zeigte sich allerdings, dass dieser Spieler einige Schwierigkeiten hatte, sich in das eingespielte (dezimierte) E-Jugend Team vom SC Borgfeld spielerisch zu integrieren, was aber auch vollkommen verständlich war.

Getreu dem Motto „Geht's raus und spielt's Fußball" (…und habt Spaß, Anm. des Trainerteams) wurde die Herausforderung angenommen. Immerhin hatten wir schon 1,5 Stunden Anfahrt hinter uns und der Kaffee in der Halle war gruselig! Da musste man jetzt durch. Schlimmer konnte es nicht mehr werden…

Und es geschah das, was Keiner für möglich gehalten hatte: Ein Turniersieg!
Errungen mit Team- und Kampfgeist. Einfach verdient!
Ich weiß, das klingt etwas pathetisch, aber ich habe nie zuvor einen ähnlichen Verlauf eines Turniertages erlebt.

Siege gegen GVO Oldenburg (späterer Finalgegner) und den Heidmühler FC, ein Unentschieden gegen SV Werder Bremen und eine unnötige Niederlage gegen JSG Wangerland führten letendlich zu 7 Punkten, die dann tatsächlich zum Gruppensieg reichten.

Im Halbfinale ging es gegen den Gastgeber SV Wilhelmshaven und der Gastspieler musste somit gewechselt werden. Aus Stenum, unserem Turnier-Favoriten,  hatte sich ein Spieler bereit erklärt, bei uns auszuhelfen. VfL Stenum hatte mit ebenfalls 7 Punkten als Gruppendritter überraschend das Halbfinale leider verpasst.

Man muss an dieser Stelle zugeben, dass dieser Spieler weniger „Schwierigkeiten“ hatte, sich in das Team zu integrieren und mit dazu beitrug, dass das Halbfinale 2:1 gewonnen wurde.

Das Finale wurde dann überraschend zu einer klaren Angelegenheit.
Beim 4:0 ließ man der U10 vom GVO Oldenburg keine Chance. Nach Abpfiff war die Freude dann groß und alle waren platt!

Es war eine enorme Energieleistung, da alle Spieler alle 6 Spiele komplett durchgespielt haben. Andere Mannschaften waren in doppelter Mannschaftsstärke angetreten.
60 Minuten Hallenfußball haben ihre Spuren hinterlassen, aber es war ein toller Sieg der Jungs!

Zu Belohnung ging es noch in ein amerikanisches Schnellrestaurant, um dann nach einem 11-Stunden-Tag wieder in Bremen anzukommen.

Jungs, das war toll. Respekt. Weiter so!

#Heiner

 
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