Zwei Kopfballtreffer bringen Borgfelds U17 im Heimspiel gegen den FC St. Pauli um den Erfolg
Es war die vorentscheidende Situation in der Bundesliga-Partie der B-Junioren-Fußballer zwischen dem SC Borgfeld und dem FC St. Pauli. Den gut getretenen Freistoß des eingewechselten Franz Roggow nickte Felix Rehder wuchtig zum zwischenzeitlichen 2:0 für die „Kiezkicker“ ein (60.), die sich am Ende mit 3:0 (0:0) in Borgfeld durchsetzten.

Der Kopfballtreffer war dabei nahezu eine Kopie des ersten St. Pauli-Treffers. Drei Zeigerumdrehungen vorher hatte Roggow ebenfalls einen Freistoß von der halblinken Position gefährlich in den Strafraum gebracht. Der groß gewachsene Igor Matanovic war zur Stelle und köpfte den Ball in den linken oberen Torwinkel (56.). Den Schlusspunkt beim Auswärtssieg der Hamburger setzt der stark aufspielende Roggow selbst, als er nach einem Foul des Borgfelder Keepers Elias Ammon an Nathanael Kukanda zum Elfmeter antrat und souverän verwandelte (66.).

„Unsere mittlerweile gewohnte Standardschwäche hat uns diese Niederlage eingebracht. Die Jungs trainieren diese Situationen ständig. Aber wenn meine Spieler nicht an ihren Gegenspielern dran sind, kassierst du eben zwei solche Dinger. Das waren sehr einfache Fehler“, war Borgfelds Trainer Burak Bahar nach der Begegnung enttäuscht vom Defensivverhalten bei ruhendem Ball. Dass die Hamburger nach 80 Minuten mit einem am Ende klaren Erfolg vom Platz gingen, war nach einer starken Borgfelder Leistung im ersten Durchgang in dieser Form nicht abzusehen gewesen.

Mit frühem Anlaufen und aggressivem Pressing wollte die Bahar-Elf die Gäste unter Druck setzen. Beinahe mit Erfolg: Christopher Quast nutzte einen folgenschweren Patzer im Aufbauspiel des FCSP fast aus, und Leandro Almeida drosch den Ball nach einer tollen Kombination über die linke Seite über das Tor. (20.). Etwas zu hektisch war dann Mittelfeldspieler Ismail Altinisik bei seinem Abschluss, als er in gegnerischer Hälfte zunächst den Ball behauptete, aber aus 25 Metern überhastet verzog.

Auf der gegenüberliegenden Seite hätte um Haaresbreite ebenfalls ein Borgfelder für den ersten Treffer gesorgt. Johannes Griesenbeck bugsierte eine scharfe Hereingabe der Hamburger fast ins eigene Netz (37.).

Nach dem Seitenwechsel drehte St. Pauli dann aber spürbar auf, übernahm die Kontrolle über Spiel und Gegner. Verschnaufpausen gab es für den Liga-Neuling fortan nur selten. Matanovic per Hacke und Rehder bei der anschließenden Ecke (53.) scheiterten noch, ehe die Braun-Weißen wenige Minuten später ihre Treffer erzielten und damit den Weg ebneten für den siebten Saisonsieg.

„Die erste Halbzeit war sehr gut. Wenn wir da noch ein oder zwei Laufwege mehr drin hätten und die Bälle so gespielt werden, wie wir es besprochen haben, dann denke ich, dass wir in der ersten Halbzeit schon das eine oder andere Ding noch gefährlicher hätten spielen können. Im zweiten Durchgang haben wir aber zu einfache Fehler gemacht. 20 bis 25 Standards in 40 Minuten gegen uns – das sind Geschenke und einfach auf diesem Level zu viel. Da fehlt meiner Mannschaft einfach noch die Cleverness, Ausbildung und Aufmerksamkeit“, kommentierte Bahar, dessen Team somit weiterhin das Tabellenende ziert.

SC Borgfeld: Ammon; Basar (67. Atas), Griesenbeck, Rajnisz, Altinisik, Basar, Dähne, Quast, Almeida, Bechstein (61. Akpinar), Westphal (64. Genc)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 03.12.2018

 
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