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11.11.2019

Die Borgfelder B-Junioren verlieren nach gutem Beginn am Ende deutlich gegen Werder Bremen
Der SC Borgfeld hat in der B-Junioren Regionalliga Nord gegen den SV Werder Bremen II mit 1:4 (1:2) verloren. In Hälfte eins hatte der Borgfelder Nachwuchs noch gut mitgehalten, konnte in Durchgang zwei an diese Leistung aber nicht mehr anknüpfen.

Die Reserve des SV Werder ging als Favorit in die Partie, in der Anfangsphase waren beide Teams zunächst aber ebenbürtig. Borgfeld setzte auch gegen den Tabellenzweiten auf hohes Pressing, um das gegnerische Aufbauspiel zu stören. Werder verfolgte allerdings die gleiche Taktik, sodass aus dem Spiel heraus wenige Torchancen entstanden. Dafür wurde es nach Standards immer wieder gefährlich. Said Abbey hatte nach einem Eckball die erste gute Gelegenheit für die Gäste, Borgfelds Torhüter Elias Ammon konnte den Kopfball aber parieren (6.). Nur eine Minute später machte es der SCB besser. Cameron-Brooklyn Spies verlängerte eine Freistoßflanke von der linken Seite per Kopf ins lange Eck und brachte sein Team damit in Führung. Werder ließ mit der Antwort allerdings nicht lange auf sich warten. Ausgangspunkt des 1:1 war wieder ein Freistoß, diesmal von der rechten Seite. Torwart Ammon konnte die Werderaner Direktabnahme sogar noch parieren, beim Nachschuss von Dominik Kasper war er dann aber chancenlos (11.).

In der Folge hatten beide Mannschaften Phasen, in denen sie das Spiel ein wenig mehr bestimmten als der Gegner, in Sachen Torchancen war die Werder-Reserve aber klar vorne. Erst musste Ammon einen Freistoß von Ricardo-Felipe Schwarz über die Latte lenken (25.), dann zögerte Keke Topp nach einem Konter einen Tick zu lange beim Abschluss (30.). Kurz darauf erzielte Topp die vermeintliche Führung für Werder, nach Absprache mit seinem Assistenten nahm Schiedsrichter Miles Tardieu das Tor aufgrund eines Handspiels aber zurück. Wenige Sekunden vor Ende der ersten Hälfte gelang dem SVW doch noch das 2:1. Mika Ney legte den Ball nach einem Lauf über rechtsaußen zurück auf Schwarz, der vom Rande des Sechzehners platziert ins linke untere Eck traf. Für Borgfeld war es ein bitterer Gegentreffer nach der engagierten ersten Halbzeit, aufgrund des Chancenplus für Werder war er aber nicht unverdient.

In Durchgang zwei kippte das Spiel dann immer mehr zugunsten des SVW. In der 54. Minute erhöhte Yusuf Erten erneut durch einen Freistoß auf 3:1. Von der rechten Seite zirkelte Erten den Ball mit links aufs lange Eck. Dieser flog an Freund und Feind vorbei und landete im Tor. Torhüter Ammon war in dieser Situation aber kein Vorwurf zu machen. Er hatte damit rechnen müssen, dass ein Spieler im Getümmel vor ihm die Richtung des Balls noch verändern würde. Im Gegenzug hatte der eingewechselte Jesper Schierholz die Möglichkeit zum schnellen Anschlusstreffer. Sein Kopfball ging aber knapp über das Gehäuse. Mit voranschreitender Spieldauer häuften sich bei Borgfeld die Fehler im Spielaufbau, Werders Reserve riss das Spiel immer weiter an sich und erzielte in der 66. Minute das 4:1. Niklas Tepe hatte das Tor mit einem starken Dribbling eingeleitet, Keke Topp vollstreckte. Auch danach drückte Werder weiter auf die endgültige Entscheidung und ließ dabei eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten ungenutzt. Der SCB kam dagegen nicht mehr gefährlich nach vorne. „Borgfeld hat das zu Anfang sehr ordentlich gemacht, ab der 25. Minute waren wir dann aber die bessere Mannschaft. Wir haben den Jungs zwischendurch gesagt, sie sollen noch ein bisschen mehr Fußball spielen. Das haben sie in der zweiten Halbzeit gemacht und daher haben wir hier auch verdient gewonnen“, resümierte Werders Coach Frank Bender.

SC Borgfeld: Ammon, Lindloff, Klee, Wolff, Owusu (46. Wrobel), Hellmers, Altunok (46. Schierholz), Spies (72. Bauhus), Akpinar, Vukoja (72. Ciftci), Sablotny

Tore: 1:0 Cameron-Brooklyn Spies (7.), 1:1 (11.), 1:2 (39.), 1:3 (54.), 1:4 (66.)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 04.11.2019

Nachgefragt bei

Yimin Ehlers (24) studiert Sport und Pädagogik in Oldenburg. Bereits in der letzten Saison hat er die Borgfelder B-Junioren als Co-Trainer betreut und ist nun zum Cheftrainer aufgestiegen.

Herr Ehlers, Ihre Mannschaft hat in der ersten Halbzeit gut mitgehalten. Was ist dann passiert?

Yimin Ehlers: Auf einmal waren wir zu passiv. Warum weiß ich nicht, da wurde irgendein Schalter umgelegt. Wir haben nur noch ein bisschen hin und her geschoben und nicht mehr richtig mitgemacht. Wie wir in Rückstand geraten sind, war aber auch schon sehr fraglich.

Warum?

Aus meiner Sicht wurden beide Freistöße, die im Nachhinein zu den Gegentoren geführt haben, zu Unrecht gegeben. Das ist für den Kopf natürlich auch schlecht, aber trotzdem dürfen wir deswegen nicht aufhören, Fußball zu spielen.

Was hätte man speziell im Spiel nach vorne besser machen können?

Wir waren oft über außen durch, haben es dann aber nicht geschafft, den Ball vernünftig ins Zentrum zu spielen, wo er hätte verwertet werden können.

Auch im Spielaufbau hatte Ihre Mannschaft in der zweiten Hälfte Probleme. Woran könnte das gelegen haben?

Das ist Unkonzentriertheit und die fehlende Spannung, die wir auch im Angriff hatten. Das zieht sich dann durch die gesamte Mannschaft durch.

Das Gespräch führte Felix Stierle.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 04.11.2019

 
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