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20.04.2019

Der Abstieg aus der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost ist für den SC Borgfeld bereits besiegelt. Das drittletzte Spiel der Saison war für die Mannschaft von Trainer Burak Bahar am vergangenen Wochenende somit sportlich bedeutungslos. Es war ein Schaulaufen, mehr nicht. Ein Versuch, sich im Restprogramm mit einer ordentlichen Leistung anständig zu verabschieden. Und tatsächlich: Die Ost-Bremer agierten gegen die U 17 von RB Leipzig lange auf Augenhöhe. Sie wirkten insgesamt stabil und boten den Sachsen ordentlich Paroli. Der äußerst leidenschaftliche Auftritt sollte aber nicht belohnt werden, am Ende kassierten die Borgfelder eine 1:3 (1:2)-Heimpleite gegen den Drittplatzierten der Liga.

„Wir haben ein Klasse-Spiel gemacht und abermals bewiesen, dass wir in der Bundesliga mithalten können. In manchen Situationen sind wir nur einfach noch zu grün hinter den Ohren“, zeigte sich SCB-Coach Bahar trotz der Niederlage dennoch zufrieden. Die Gastgeber starteten  überaus schwungvoll und mit viel Elan in die Partie, ein Leistungsunterschied war gleich von Beginn an nicht zu sehen. Die Borgfelder zeigten große Spielfreude, attackierten ihren Gegner früh und suchten schnell den eigenen Abschluss.

Sie wurden für ihren Aufwand und die hohe Laufbereitschaft schon nach 19 Minuten belohnt. Borgfelds Tom Bechtstein konnte nach einem schnell vorgetragenen Angriff im gegnerischen Strafraum nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Den daraus resultierenden Elfmeter verwandelte Emir Basar mühelos (19.). Überraschend führte das Bahar-Team mit 1:0. Fast hätten die Gastgeber diesen Vorsprung auch mit in die Halbzeit genommen – wäre da nicht der Leipziger-Doppelpack innerhalb von 120 Sekunden gewesen. Kurz vor dem Pausenpfiff wachten die Gäste plötzlich auf, erhöhten die Schlagzahl und drehten die Partie binnen weniger Augenblicke. Erst brachte Alessandro Schulz einen sehenswerten Distanzschuss aus 20 Metern zum 1:1-Ausgleich im gegnerischen Kasten unter (36.), ehe Leipzigs Nasuhi-Noah Jones den Spielverlauf mit dem 2:1 völlig auf den Kopf stellte (38.). Borgfeld-Keeper Elias Ammon war bei den Gegentreffern chancenlos.

Die Gäste knüpften dort an, wo sie aufgehört hatten. Im zweiten Durchgang waren die Gastgeber hauptsächlich in der Defensive gefordert. Die Leipziger machten mächtig Druck, erspielten sich eine Vielzahl an Chancen und drängten auf ein weiteres Tor. Immer wieder mussten sie sich allerdings dem Borgfelder Schlussmann Elias Ammon geschlagen gehen. Der Torhüter entschärfte gleich mehrere brenzlige Situationen mit Bravour und wuchs mit starken Reflexen über sich hinaus. Erst in der Schlussphase sorgten die Gäste für die Entscheidung. Nach einem Eckball konnte RB-Kapitän Matti Cebulla völlig unbedrängt zum 3:1 einköpfen (78.). Es war die 18. Niederlage im 23. Spiel. Aber eine, die gezeigt hat, dass die Borgfelder auch mit einem Spitzenteam mithalten können, wenn auch nur für 45 Minuten.

SC Borgfeld: Ammon; Schäfer (65. Spies), Atas, Marschollek, Niefer (49. Winter), Basar, Altinisik (71. Akpinar), Dähne, Bechtstein (54. Wang), Genc, Quast

Tore: 1:0 Emir Basar (19./FE), 1:1 (36.), 1:2 (38.), 1:3 (78.)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 15.04.2019

 
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