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20.06.2018
Borgfelds Kapitän Daniel Hefele (li.)

B-Junioren schlagen den VfB Lübeck in der Regionalliga Nord nach schwacher erster Hälfte noch mit 2:0
Für Burak Bahar war die Ausgangslage vor dem Heimspiel in der B-Junioren-Regionalliga nicht ganz so eindeutig, wie es zahlreiche Beobachter vor der Fußball-Partie des SC Borgfeld gegen den VfB Lübeck vermutet hatten. „In dieser Liga gibt es keinen klaren Favoriten“, betonte der Trainer des aktuellen Tabellendritten, ehe Schiedsrichter Daniel Grube das Spiel gegen den Vorletzten anpfiff. Und der Coach sollte damit recht behalten – erst nach Stotterstart und zähem Ringen in der ersten Hälfte konnten sich die Gastgeber letztlich verdient mit 2:0 (0:0) durchsetzen.

Die Hausherren hatten mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen. Neben den drei Winterneuzugängen, die allesamt noch nicht spielberechtigt sind, mussten Bahar und seine Trainerkollegen außerdem auf drei verletzte Stammspieler verzichten. Dafür feierte Neuzugang Boris Zlataric auf der linken Außenverteidigerposition sein Debüt, das allerdings noch vor der Halbzeit beendet war, da der 16-Jährige stark gelb-rot-gefährdet war. „Bis dahin hat er seine Sache ganz ordentlich gemacht“, lobte Bahar, „aber er braucht eben auch noch etwas Eingewöhnungszeit.“ Für Zlataric wechselte der Trainer den etwas offensiver ausgerichteten Julian Deppe ein, allerdings zunächst ohne konkrete Fortschritte.

„Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen“, hatte der Coach vor dem Anpfiff die Marschroute ausgegeben. Die Akteure taten sich allerdings schwerer als erwartet, erst nach einer knappen Viertelstunde kamen die Borgfelder durch Ali Cetin zu ihrer ersten Torchance überhaupt, der stramme Schuss wurde allerdings vom VfB-Keeper Noah Cole Oberbeck souverän pariert. Im Anschluss kamen die Borgfelder noch einige Male in die Nähe des gegnerischen Strafraums, ohne dort allerdings mit der letzten Konsequenz zu Werke zu gehen.

Viel Sand im Getriebe

Insgesamt war im Spielaufbau der Gastgeber der Wurm drin. Statt wie gewohnt spielerische Lösungen im letzten Drittel zu finden, brachten die Gäste ihre Gegenspieler mit energischem Pressing immer wieder in Bedrängnis, was dazu führte, dass zahlreiche Offensivaktionen zuvor – und sehr zum Ärger des Trainers – mit langen Bällen in die Tiefe eingeleitet wurden, wo sie meistens keinen Abnehmer fanden. „Das könnt ihr viel besser“, ermahnte Bahar seine Spieler wiederholt von der Seitenlinie aus. Diese allerdings fanden erst nach und nach ins Spiel hinein und mussten sich zur Pause mit einem torlosen Remis begnügen.

Kurz nach Wiederbeginn erlöste dann Eren Sami Dinkci Trainer und Teamkollegen, als er nach feiner Vorarbeit von Jarno Böntgen vor dem Lübecker Gehäuse die Ruhe bewahrte und per Lupfer zur verdienten Führung einnetzte (48.). Der Lohn für deutlich mehr Ballbesitz und deutlich größere Spielanteile, allerdings auch glücklich, weil die komplette Lübecker Defensivabteilung den späteren Torschützen aus den Augen verloren hatte. Und ganz offensichtlich schenkten die Gäste dem jungen Borgfelder Angreifer auch nach dem Treffer keine größere Beachtung, denn nur kurze Zeit später „erstocherte“ sich Dinkci im VfB-Strafraum den Ball und schob ihn am verdutzten VfB-Keeper vorbei zum 2:0 in die Maschen (51.).

Im Anschluss erarbeiteten sich die Borgfelder noch eine ganze Reihe an Torchancen, allerdings scheiterten sie entweder am gegnerischen Torwart, dem besten Lübecker an diesem Tag oder schlicht an ihren Nerven. Der eingewechselte Borgfelder Mittelstürmer Mika Beyer verfehlte das VfB-Gehäuse mit einem fulminanten Weitschuss nur knapp. Der ebenfalls eingewechselte Julian Deppe belebte die Offensive der Borgfelder enorm, ohne allerdings die Führung weiter ausbauen zu können.

„Wir hatten in der ersten Halbzeit große Probleme, die zweiten Bälle zu bekommen“, analysierte Burak Bahar eine von mehreren Fehlerquellen, „das haben wie in der zweiten Hälfte, abgesehen von den schlechten letzten Minuten, deutlich besser gemacht.“ Der Trainer selbst sorgte mit lautstarken Anweisungen und mehreren Positionswechseln schließlich für mehr Ruhe innerhalb seiner Mannschaft und verbuchte den Erfolg letztlich als „verdienten Arbeitssieg“.

SC Borgfeld: Rode; Maarouf, Hollenbeck, Hefele, Buchcik, Zlataric (25. Deppe), Dinkci, Böntgen, Cetin (73. Lieker), Mandorino, Andelic (47. Beyer)
Tore: 1:0 Eren Sami Dinkci (48.), 2:0 Eren Sami Dinkci (51.)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 7 Datum: 12.02.2018

Nachgefragt bei Boris Zlataric

Her Zlataric, in ihrem mittlerweile zweiten Einsatz für die B-Junioren vom SC Borgfeld haben sie als linker Verteidiger begonnen – fühlen sie sich auf dieser Position eigentlich auch am wohlsten?

Boris Zlataric: Ich bin defensiv flexibel einsetzbar und spiele grundsätzlich dort, wo mich der Trainer braucht.

In der ersten Hälfte hat sich ihre Mannschaft im Heimspiel gegen den VfB Lübeck doch überraschend schwer getan. Haben Sie eine Erklärung, woran das gelegen haben könnte?

Der Gegner hat die Räume mit aggressivem Pressing sehr eng gemacht und uns damit enorm unter Druck gesetzt, deshalb haben wir nicht unser Spiel mit flachen Pässen aufziehen können, sondern uns zumeist auf lange und hohe Bälle in die Tiefe beschränkt. Das haben wir in der zweiten Halbzeit dann aber viel besser gemacht und letztlich auch verdient gewonnen.

Wie sind sie in der neuen Mannschaft aufgenommen worden?

Sehr gut, die Atmosphäre ist super und ich fühle mich hier beim SC Borgfeld wirklich sehr wohl.

Klingt ganz so, als könnten sie sich einen Verbleib am Wümmedeich auch über den Sommer hinaus durchaus vorstellen?

Ganz sicher, die Mannschaft hat eine hohe Qualität und auch das Umfeld in Borgfeld stimmt. Aber alles andere wird sich im Sommer zeigen, das habe ich nicht alleine zu entscheiden.

Die Fragen stellte Christian Markwort.

Boris Zlataric kam im Winter aus dem Augsburger Nachwuchsleistungszentrum nach Borgfeld und soll erst einmal bis zum Sommer bleiben. Der 16-Jährige absolviert eine Ausbildung zum Bürokaufmann.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 7 Datum: 12.02.2018

 
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