Sie befinden sich hier: Spielbetrieb / A-Jugend (U19) / 1.A-Jugend / 1.A-Jugend-Berichte / Nach 0:6 im DFB-Pokal: Ausgeschieden, aber glücklich
Deutsch
English
Español
Svenska
Русский
22.09.2019

Gerne verliert niemand. Die A-Junioren des SC Borgfeld bilden da keine Ausnahme. Zumal die Niederlage, die sie zuletzt zu erleiden hatten, deutlich ausfiel: 0:6. Aber diese Niederlage fühlte sich anders als andere an. Markus Werle, der Trainer des Bremer Fußball-Verbandsligisten, sprach hinterher sogar davon, dass der Stolz in seiner Mannschaft überwiege. Und stolz war am Ende natürlich auch er gewesen. Schließlich trat der Borgfelder Nachwuchs nicht irgendwo und gegen irgendwen an, sondern in der ersten Runde des DFB-Pokals der Junioren gegen Bayer 04 Leverkusen.

Qualifiziert hatten sich die Borgfelder über den Bremer Landespokal. Im Finale waren sie zwar dem Nachwuchs vom SV Werder Bremen unterlegen gewesen, da die Grün-Weißen als Zweiter der Bundesliga Nord/Nordost für den Wettbewerb gesetzt waren, rutschte der Verbandsligist nach – und erwischte mit Bayer 04 Leverkusen als Gegner ein äußerst attraktives Los.

Dass gegen den Vierten der Bundesliga West kaum etwas auszurichten sein würde, gerade nach dem Abstieg aus der Regionalliga und dem damit verbundenen Umbruch zu dieser Saison, war den Borgfeldern bereits im Vorfeld klar. Trotzdem wollten sie es dem großen Favoriten am Hamhofsweg natürlich so schwer wie möglich machen. Ein Vorhaben, das gerade einmal vier Minuten hielt. Denn durch zu einen zu kurz geratenen Rückpass machten es die Borgfelder Hans-Alexandre Anapak-Baka sogar ziemlich leicht, die Leverkusener Führung zu erzielen. Aber die Hausherren ließen sich dadurch nicht beirren. Im Gegenteil: Sie besaßen sogar eine gute Chance, den Ausgleich zu erzielen, als Fritz Kleiner per Freistoß die Latte traf und Khalil Maarouf im Anschluss daran knapp per Kopf scheiterte (17.). Stattdessen setzte es das 0:2 durch Marco Ferdinand Wolf, und dies aus einer vermeintlichen Abseitsposition heraus. „Ganz klar“, betonte Coach Werle.

Der zweite Gegentreffer änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass der Underdog „super mitgespielt“ hat und „kaum Chancen“ zuließ, wie Trainer Markus Werle festhielt. Er hatte seiner Mannschaft ein 5-3-2-System verordnet, diese für sie ungewohnt defensive Ausrichtung setzte sie gut um. Klar besaß der Bundesligist mehr Spielanteile, aber die Borgfelder arbeiteten auch stark gegen den Ball.

Dabei blieb es auch nach dem Wiederanpfiff. So musste eine Standardsituation für das 0:3 durch Leon Gädicke herhalten (56.). „Ein Tor aus dem Nichts“, meinte Coach Werle. Seinem Team schwanden jedoch zusehend die Kräfte. „Die letzten zehn Minuten waren wir k.o.“, erklärte der SCB-Coach, nachdem die Leverkusener zuvor das 4:0 erzielt hatten (65.), den finalen Doppelschlag durch Kingsley Sarpei (85./87.). Die Gastgeber hatten derweil nur noch eine weitere Möglichkeit zum Ehrentreffer, doch Yasar Brüning wurde bei seinem Vorstoß im letzten Moment gestoppt (70.).

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 8 Datum: 04.09.2019


SC Borgfeld: Levitin, Li (Andelic 56.), Stroth, Yeoboah (Niefer 39.), Maarouf, Brüning, Kleiner, Schewe (Buttgereit 56.), Elmali (Maruschke-Agbe 76.), Eggert, Winter

 
JavaScript ist nicht aktiviert!

Wir freuen uns über jedes neue Mitglied

Was wird zu einer Spielerlaubnis/Spielberechtigung benötigt:

Weitere Informationen