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24.05.2019

Den abstiegsbedrohten A-Junioren des SC Borgfeld ist der erhoffte Befreiungsschlag in der Fußball-Regionalliga Nord nicht geglückt. Auf heimischem Rasen verloren die Rot-Weißen trotz einer tapferen und engagierten Leistung mit 1:3 (1:1) gegen den Tabellenfünften Eintracht Braunschweig.

Die Elf von Trainer Burak Bahar machte von Beginn an deutlich, dass sie den sportlichen Ernst der Lage erkannt hat. Mit aggressivem Pressing und einem hohen läuferischen Aufwand setzten sie die „Löwen“ bereits in deren eigener Hälfte unter Druck. Die Belohnung ernteten die Hausherren nach einer knappen Viertelstunde. Nach einem Eckball stieg Tim Marschollek im Fünfmeterraum am höchsten, und das Leder schlug am zweiten Pfosten ein. Nur zwei Minuten später besaß Luntang Danjo, alleine aufs gegnerische Gehäuse zulaufend, die Chance zu erhöhen. Doch bei seinem Versuch schoss er etwas überhastet Eintracht-Schlussmann Merlin Rudzki an.

Die Partie verlief in der ersten halben Stunde jedoch keineswegs einseitig. Die Gäste schafften es immer wieder, mit tiefen Pässen hinter den Borgfelder Defensivverbund zu gelangen, ohne dabei allerdings zum Abschluss zu kommen. Gerade als der SCB diese langen Bälle etwas besser in den Griff bekam, schlug der Ball hinter Keeper Tom Rode ein. Koray Polat hatte das Leder satt erwischt und aus knapp 35 Metern im linken unteren Eck untergebracht. Mit dem 1:1 ging es schließlich auch in die Pause.

Anfangs der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer eine weiterhin temporeiche Begegnung, die sich jedoch zumeist zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Bei aussichtsreichen Angriffen kamen Luntang Danjo, Eren Dinkci und der eingewechselte Christopher Quast allesamt einen Schritt zu spät. Den spielentscheidenden Fehler leisteten sich die Gastgeber dann erst in der 76. Minute. Braunschweigs Dems Siranidis nahm den Ball im Sechzehner mit dem Rücken zum Tor an und konnte sich zum Ärger von Borgfelds Trainer Burak Bahar noch drehen und erfolgreich ins kurze Eck abschließen.

In der Nachspielzeit bot sich dem Aufsteiger vom Wümme-Deich bei einer Ecke eine letzte Ausgleichsmöglichkeit. Inklusive Keeper Tom Rode lauerten alle elf Borgfelder Spieler auf den Ball, doch die Eintracht fing das Spielgerät ab und Tim Heike bugsierte ihn letztlich zum 3:1-Endstand ins verwaiste Tor. „Wie schon in der vergangenen Woche kann ich meiner aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen. Einzig der Ertrag stimmt leider wieder nicht“, zeigte sich Burak Bahar enttäuscht und haderte zeitgleich mit der brutalen Effektivität des Gegners.

„Wir werden aber die Ruhe bewahren“, erklärte Borgfelds Coach mit Blick auf das Restprogramm im Abstiegskampf, "wir haben noch alles in der eigenen Hand.“ Nach dem Bremer Pokal-Finale an diesem Mittwoch gegen den SV Werder Bremen gastieren die Rot-Weißen am kommenden Sonnabend beim Siebten FC Eintracht Norderstedt.

SC Borgfeld: Rode; Danjo, Marschollek, Maarouf, Buchcik, Hefele, Dinkci, Choi (74. Isik), Böntgen (79. Elmali), Griesenbeck (46. Arizanov), Klüver (64. Quast)

Tore: 1:0 Tim Marschollek (14.), 1:1 (29.), 1:2 (76.), 1:3 (90.+4)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Wümme Zeitung Seite: 6 Datum: 13.05.2019

 
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