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17.08.2018
04.11.2017

Der Wunsch vor dem Spiel gegen den Habenhauser FV war ein Duell auf Augenhöhe. So versprachen doch die vorherigen Ligaergebnisse beider Mannschaften erneut ein 50/50-Spiel. Doch was sich in den ersten 20 Minuten dieser Partie abspielte, hatten wir in dieser Saison von unserer Mannschaft noch nicht gesehen. Habenhausen war in allen Belangen besser und dominierte die Partie nach Belieben. Einem blendend aufgelegtem Ben-Noah im Tor und dem Glück war es zu verdanken, dass es nach 20 Minuten nur 0:3 (8. + 10. + 17.) stand. Die Latte nach einem Eckball (4.), Ben-Noah plus die Latte nach Chance aus dem Spiel heraus (6.) und Ben-Noah nach erneut gutem Angriff der Gäste (18.) retteten entsprechend. Unser Team agierte viel zu passiv und man hatte das Gefühl, dass die Habenhauser mindestens eine Person mehr auf dem Platz waren. Bei einer Partie, die so eindeutig von einer Mannschaft bestimmt wird, kann man sich dann nicht vorstellen, dass sie noch entsprechend kippt, doch manchmal reicht schon ein kleines Erfolgserlebnis auf dem Platz, ein Spielerwechsel oder eine taktische Umstellung, um die Kräfteverhältnisse neu zu verteilen. Auch das macht die Faszination Fußball aus. In unserem Spiel waren es an diesem Tag zunächst die Einwechslungen von Lila und Andalla, die mehr Ordnung auf dem Platz brachten. In der 21. Minute endlich die erste Chance für unsere Borgfelder. Hannes mit einem schönen Freistoß und Lenn per Kopf knapp links am Tor vorbei. Ein paar Minuten später (27.) ging Henri in der Mitte durch und konnte nur per Foul gestoppt werden. Ein schöner Freistoß von Andalla, der aber vom Torwart gehalten werden konnte. Die dickste Chance bzw. Chancen für unser Team in der 29. Minute. Zunächst ein schönes Solo von Lenn, das die Abwehr nur auf Kosten eines Eckballs klären konnte. Diese brachte Hannes scharf vors Tor und Lenn knallte den Ball per Kopf an die Latte. Andallas Nachschuss aus dem Rückraum ging leider rechts am Kasten vorbei. So ging es mit dem 0:3 in die Halbzeitpause. Zwar hatte man selbst noch kein Tor geschossen, aber doch ein wenig den Glauben wiedergefunden, dass man hier in dieser Partie mithalten konnte.

Für die zweite Halbzeit ging Trainer Simon nun volles Risiko und setzte mit Angriffspressung auf bedingungsloses Offensivspiel. Hannes gleich zu Beginn mit einem ersten Warnschuss (32.). Zwei Ecken in Serie hätten fast den ersten Treffer für uns gebracht (39.), aber der erste Eckstoß von Hannes wurde knapp in der Mitte verpasst und von der Abwehr ins Toraus geklärt. Die zweite Ecke wurde dann von Henri vors Tor geschlagen, wo Alex knapp links am Tor vorbeiköpfte. Es war schön mit anzusehen, dass sich die Mannschaft nicht entmutigen ließ und sich immer weiter gegenseitig antrieb. Andalla in der 43. mit einem gefährlichen Freistoß aus guter Position, aber der Ball ging links vorbei. Bei absolutem Offensivspiel gibt es natürlich auch Raum für Konter. Das erste Mal kam Habenhausen so in der 45. Minute vor unser Tor, doch zunächst konnte Ben-Noah zur Ecke klären und die weitere Chance hieraus entsprechend entschärfen. Dann war aber wieder Borgfeld dran. Henri mit einem Freistoß (47.), den der Torwart halten konnte. In der Zwischenzeit hatte Simon den eigentlichen Defensivspieler Elias in den Sturm eingewechselt, um noch einmal etwas zu verändern. Elias war dann auch nach Kopfballvorarbeit von Andalla in der 48. Minute zur Stelle und besorgte mit sattem Rechtsschuss das 1:3. Durch dieses Erfolgserlebnis angetrieben wurde das Tempo noch einmal deutlich erhöht und man merkte den Gästen an, dass sie immer nervöser wurden und mit einer solchen Spielwendung nicht gerechnet hatten. Hannes gleich eine Minute nach dem Tor mit der nächsten Chance, aber der Keeper hielt seinen Schuss. Wenig später (51.) Hannes per Freistoß von der Strafraumgrenze knapp links neben das Gehäuse der Habenhausener. Zwei Ecken brachten in der 53. Minute leider auch nicht den zweiten Treffer, der wahrscheinlich für eine unglaubliche Schlussphase gesorgt hätte. So hatte Habenhausen noch eine Konterchance, aber setzte den Abschluss über unser Tor (55.). Im Anschluss (56.) noch ein toller Angriff unseres Teams mit Klassevorarbeit von Elias über rechts und entsprechender Hereingabe in die Mitte auf Andalla, der zunächst am Torwart scheiterte und dessen Nachschuss zur Ecke geklärt wurde, die aber leider nichts mehr einbrachte. Nach hektischer Schlussphase pfiff der sehr gute Schiedsrichter Naceur, der das an diesem Tag zum ersten Mal gemacht hatte und kurzfristig für den nicht erschienenen externen Schiri eingesprungen war, ab und es blieb am Ende beim 1:3.

Leider zeigten sich zum Schluss zwei Spieler der Gäste als sehr schlechte Gewinner (bislang kannte man eigentlich eher den Begriff "schlechte Verlierer"). Auf der einen Seite wurde unser Schiedsrichter Naceur übel und als Zweites unser Spieler Andalla rassistisch beleidigt. Ehrlich gesagt fällt einem zu so einem Verhalten gar nichts mehr ein. So etwas hat weder auf dem Fußballplatz noch sonst irgendwo in unserer Gesellschaft etwas zu suchen. Nachdem die Beleidigungen dann seitens der Spieler auch noch abgestritten wurden und die Chance zur Entschuldigung verpasst wurde, blieb nur noch der Eintrag im Spielbericht und dadurch die Klärung der Vorkommnisse durch den Bremer Fußballverband.

Positives können wir aus diesem Spiel aber auch mitnehmen. Unsere Mannschaft hat sich nach den schlechtesten 20 Minuten der bisherigen Saison in diesem Spiel toll zurückgekämpft und das Spiel fast noch gedreht. Des Weiteren hat es unsere 2. D-Jugend nach wie vor in der eigenen Hand, drei Mannschaften in dieser Liga mit einem Sieg im letzten Saisonspiel in Schwachhausen hinter sich zu lassen. An der Unterstützung der wieder zahlreichen Fans soll es auf jeden Fall nicht scheitern. Wir Eltern drücken dem Trainer und der Mannschaft alle Daumen und stehen ansonsten zum Trösten bereit.

Mit dabei waren dieses Mal: Jelel Ben Chaladia, Andalla Ceesay, Lila Graf, Lenn Howe, Ben Jürgens, Ole Jürgens, Elias Kelm, Henri Mawn, Ben-Noah Mehrtens, Tjark Offen, Hannes Rüegg, Alex Stanko und Trainer Simon Mawn

Fotos von Silke Rüegg / Bericht von Cord Jürgens

 
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